Das bin ich

Durch meinen Hund Chrissie habe ich 2011 angefangen mich für Hundetraining zu interessieren. Im Juni 2014 war es dann endlich soweit, ich begann eine Ausbildung zur Hundetrainerin in einer Hundeschule in Husum. Dort habe ich auch das Mantrailing kennen gelernt. Ab Mitte 2015 habe ich die Mantrailing- Gruppe eigenständig geleitet und mich dadurch intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. 
Meine Ausbildung zur Hundetrainerin schloss ich im September 2017 mit einer Prüfung beim Ausbildungszentrum für Hundetrainer Ziemer und Falke ab. 
Seit August 2018 besitze ich die Erlaubnis nach §11 Abs.1 Nr. 8f TSchG und habe im November 2018 meine eigene Hundeschule "Nasenbären" gegründet.

Ich habe viele Mensch-Hund-Teams im Training und beim Mantrailing begleitet. Faszinierend ist für mich, wie individuell und damit einzigartig jedes Team in seiner Arbeit ist. Im Training geht es für mich darum zu schauen, wie  Mensch und Hund ihre Aufgabe lösen und gemeinsam zu ihrem Ziel kommen. Dafür sind manchmal Umwege nötig, manchmal stehen zunächst andere Sachen als das Ziel im Vordergrund oder manchmal muß der Mensch auch sein Ziel verändern.

Chrissie

Chrissie war mein erster eigener Hund und ist der Namensgeber meiner Hundeschule (mein kleiner "Nasenbär"). Durch ihn bin ich überhaupt dazu gekommen, Hundetrainer werden zu wollen. Ich habe ihn 2011 mit bereits 7 Jahren aus dem Tierheim adoptiert. Durch schlechte Haltung und Erfahrungen hatte er gelernt, Menschen zu misstrauen. Dies äußerte sich in Beißen beim Anleinen, komplettes Desinteresse an mir und Angst vor vielen Dingen. 
Über die Nasenarbeit, insbesondere der Suche nach dem Futterbeutel, fing ich an, einen Zugang zu ihm zu bekommen. Er liebte es zu suchen und verband nach und nach dieses schöne Spiel mit mir, so dass ich für ihn interessant wurde. So schufen wir die Basis einer "Beziehung", an der wir gemeinsam weiter gearbeitet haben.


Was habe  ich von Chrissie gelernt?


Zum Lernen ist es nie zu spät. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bauten wir nach und nach eine vertrauensvolle Beziehung auf.  Chrissie lernte, mir zu vertrauen und ich lernte immer besser ihn einzuschätzen. Für ihn war es wichtig, dass ich erkannte, wann eine Situation für ihn zu schwierig wurde und entsprechend handelte. Mit seinen 10 Jahren lernte ich mit ihm noch das Mantrailing. Bei dieser Teamarbeit konnte er mit der Zeit seine Angst gegenüber fremden Menschen abbauen.
Chrissie hat jedoch immer seinen eigenen Willen behalten. Manchmal blieb mir nichts anderes übrig, als lächelnd den Kopf zu schütteln, wenn er mal wieder etwas "Spannendes" in die Nase  bekam und daraufhin selektiv taub für mein Rufen war. Es blieb mir nichts anderes, als ihn einfach an der Schnüffelstelle wieder abzuholen.

Francesco 

Francesco kam im Mai 2015 als Welpe zu uns und ist unser „Seelchen“. Er ist sehr sensibel in seiner Wahrnehmung - egal ob Stimmungen oder Reize. Ursprünglich wollte ich ihn zum Therapiebegleithund ausbilden, doch es stellte sich schnell heraus: es ist ihm alles zu viel. Auch die Hundeschule war mit ihm mehr eine Last als ein Vergnügen. Die Gruppe war für ihn zu groß, er regte sich oft auf und war völlig überdreht. Dies entlud sich dann im Freilauf  mit überschießenden Verhaltensweisen  wie Distanzunterschreitungen und lautem Gebell. So entschied ich mich, ihn aus der Hundeschule zu nehmen und mit ihm eine „Ausbildung zum glücklichen Mensch-Hund-Team“ zu machen.
Durch ein komplett neu aufgebautes Training kann ich ihn heute fast überall mit hinnehmen und ihn als Trainingspartner im Unterricht mit einbeziehen. Und wenn es doch mal zu viel wird, weiß Francesco: Andrea bekommt das genau mit und nimmt mich rechtzeitig aus der Situation heraus.


Was habe ich durch Francesco gelernt?

Ruhig  bleiben - je ruhiger ich bin, desto ruhiger ist mein Hund. Ich beobachte meinen Hund und schaue, was er gerade von mir braucht. Ich reagiere rechtzeitig und weiche einer unangenehmen Situation vorausschauend aus oder verändere sie so, dass Francesco gut mit ihr umgehen kann. Und wenn es gar nicht anders geht, dann müssen wir Dinge durcheskalieren - doch ich bleibe inzwischen ruhig, egal was andere Leute sagen und danach geht es wie gewohnt weiter.
Unsere Beziehung hat sich dadurch enorm verbessert und wir trauen uns mehr zu. Neben dem Mantrailing haben wir unsere Leidenschaft für Canicross entdeckt. Mit ihm durch die Gegend zu Laufen, gemeinsam Hindernisse zu meistern und einfach die Natur zu genießen, macht uns beiden Freude. Danach geht es natürlich gemütlich auf das Sofa zum zufriedenen kuscheln.

James

James ist unser gut gelaunter "Chaos-Köter" mit recht lautem Stimmorgan. Er kam 2017, ebenfalls als Welpe, zu uns. "Jammi" liebt es zu schnüffeln ist stets aufgeregt, wenn es nach draußen geht, und vergißt über den Naseneinsatz auch gerne mal, dass er zwei Ohren zum Hören hat. 
Seine zweite große Leidenschaft ist das Spiel mit dem Ball. Es ist faszinierend, ihm zuzusehen, mit welcher Schnelligkeit und Eleganz er seinen Treibball durch den Garten befördert.


Was habe ich von James gelernt?

Belohnung ist nur das, was der Hund als eine solche ansieht. Für James sind Leckerchen draussen uninteressant. Für ihn mußte ich mir also etwas anderes ausdenken. So habe ich gelernt, dass für ihn ausgiebiges Schnüffeln im Anschluß an eine Aufgabe eine Belohnung ist oder die Jagd nach seinem Ball. Im Moment arbeite ich daran, den Futterbeutel draußen interessant zu machen, um James als Belohnung gezielt etwas suchen zu lassen.